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BrewDog ist verkauft: Das Ende einer ganzen Craft-Beer-Ära

BrewDog ist verkauft: Das Ende einer ganzen Craft-Beer-Ära

Die schottische Brauerei wurde für 33 Millionen Pfund an Tilray verkauft, wobei fast 500 Mitarbeiter ihren Job verloren und 200.000 Kleinanleger mit leeren Händen zurückblieben — ein brutaler Bruch für das, was einst weltweit für die Craft-Beer-Kultur stand.

Vom Garagen-Projekt zur Bewegung

2007 gründeten die Mitgründer ihren Betrieb in Ellon, Schottland. Was daraus entstand, ging weit über eine klassische Brauerei hinaus: Sie demokratisierten Investments per Crowdfunding, als kaum jemand das Potenzial erkannte, positionierten sich als gegenkulturelle Rebellen und brachten Bier mit provokanten Namen und hohem Alkoholgehalt in Supermärkte, die bis dahin von Industrie-Lagern dominiert wurden.

Das befeuerte die Craft-Beer-Expansion in ganz Europa. Dass spanische Supermarktregale heute IPAs und handwerkliche Stouts zeigen, geht zum Teil auf die Disruption dieser Pioniere zurück.

Wie der Kollaps ablief

Eine solche Mythologie aufzubauen verlangt irgendwann finanzielle Tragfähigkeit. Das Unternehmen expandierte international — Tokio, Columbus, São Paulo — mit Hotels und Resorts, finanziert über fortlaufendes Crowdfunding und wachsende Schulden. Vorwürfe zur internen Firmenkultur kamen auf. Der Führungswechsel folgte im Mai 2024. Die Geschäftsberichte zeigten für dieses Jahr einen Verlust von 59 Millionen Pfund; 2025 kamen trotz leicht steigender Umsätze weitere 37 Millionen Pfund Verlust hinzu.

Es folgten Bar-Schließungen (Juli 2025). Vermögenswerte, die einst mit grünem Anspruch erworben worden waren, wurden unter Wert verkauft. Im März 2026 übernahm ein Getränke- und Cannabis-Konzern das Unternehmen zum Schnäppchenpreis.

Ist die Branche krank?

Aussagen über den Niedergang der Branche verdienen Skepsis. Was tatsächlich schwächelt, ist ein bestimmtes Modell: handwerkliche Betriebe, finanziert von Venture Capital, die exponentielles Wachstum über Profitabilität stellen und Markenpräsenz über Produktqualität.

Wirklich unabhängige Brauereien — mit greifbaren Eigentümern, die den direkten Kontakt zu ihren Kunden pflegen — bleiben widerstandsfähig und gehen aus solchen Konsolidierungen oft sogar gestärkt hervor, sobald besser finanzierte Konkurrenz wegfällt.

Rock N Hopz führt eine kuratierte Auswahl von 283 unabhängigen Brauereien aus aller Welt, jede einzeln geprüft. Als Tilray die Kontrolle übernahm, haben wir BrewDog sofort aus dem Sortiment genommen. Das war keine symbolische Geste: Der Verlust der Unabhängigkeit signalisiert eine philosophische Kluft zu dem, wofür wir stehen.

Die Branche lebt. Was stirbt, ist die schlecht gemanagte Expansion.

Alternativen zu BrewDog auf Teneriffa

Und was trinken wir jetzt?

Warst du Fan von BrewDog, verstehen wir das Gefühl. Punk IPA war für Millionen Menschen der Einstieg ins Craft-Beer-Universum. Elvis Juice hat dir gezeigt, dass Grapefruit und Hopfen beste Freunde sind. Und die Hazy IPAs aus der Experimentierreihe haben dir den Kopf verdreht. Aber BrewDog ist nicht mehr BrewDog — und die gute Nachricht: Es gibt Biere, die diese Lücke nicht nur füllen, sondern übertreffen.

Hier sind unsere direkten Empfehlungen, alle auf unserer Karte verfügbar:

Für Fans von Punk IPA

  • Ghost Ship — Adnams (UK, 4.5% ABV) — Eine britische Pale Ale mit Zitrus-Charakter und sauberem Abgang. Weniger aggressiv als Punk IPA, aber genauso süffig wie das Bier, das sie berühmt gemacht hat. Perfekt für alle, die Hopfen wollen, ohne dass es die Zunge abreißt.
  • Lucky Jack — Vocation Brewery (UK, 4.2% ABV) — Geboren aus dem Erbe der britischen Craft-Revolution, ist Lucky Jack eine Session-IPA mit leichtem Körper, ausgewogener Bitterkeit und tropischem Aroma. Die IPA, die Punk IPA sein wollte, wenn sie erwachsen wäre.

Für Fans von Hazy IPA

  • Arpus DDH IPA — Arpus Brewing (Lettland, 6.5% ABV) — Wenn du Hazy-Biere über BrewDog entdeckt hast, wird Arpus dein Leben verändern. Diese lettische Brauerei produziert einige der besten NEIPAs Europas: trüb, saftig, eine reine Explosion aus Tropenfrüchten. Hopfen auf einem ganz anderen Level.
  • Arpus TDH Pale Ale — Arpus Brewing (Lettland, 5.5% ABV) — Für alle, die es etwas milder, aber genauso aromatisch mögen. Triple Dry-Hopped mit Citra und Mosaic — tropischer Fruchtsaft in Bierform.

Für Fans von Elvis Juice

  • Lucky Jack Grapefruit — Vocation Brewery (UK, 4.2% ABV) — Echte Grapefruit, keine künstlichen Aromen. War Elvis Juice dein Sommerbier, ersetzt dieses es nahtlos — nur dass der Geschmack noch echter ist.
  • Lucky Jack Mango — Vocation Brewery (UK, 4.0% ABV) — Für alle, die tropische Frucht wollen, ohne den Bier-Charakter zu verlieren. Natürliche Mango auf einer soliden Pale-Ale-Basis. Erfrischung mit Craft-Seele.

Für Fans von Craft-Lager

  • Budvar Original — Budweiser Budvar (Tschechien, 5.0% ABV) — Das echte Lager, 90 Tage gereift in Böhmen. Wenn du BrewDogs Lost Lager für etwas Besonderes hieltest, warte, bis du ein tschechisches Lager probierst, gebraut nach den Regeln von 1895.

Alle diese Biere — und noch viele mehr — findest du bei Rock N Hopz, C. Hernán Cortés 2, Local 33, La Tejita, Teneriffa. Schau dir unsere komplette Karte mit 286 Craft-Bieren von unabhängigen Brauereien aus aller Welt an.

BrewDog hat ein Kapitel geschlossen. Wir schreiben das Buch weiter.

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